Hallo Zusammen!
Wie bereits angedroht, möchte ich euch heute zeigen, wir ihr ein schlankes und schnelles Ubuntu-System installieren könnt. Seit der Umstellung auf Windows 7 versuche ich mein Haupt-Betriebssystem (ja, das ist nach wie vor Windows, ich zocke gerne mal
) weitestgehend sauber zu halten und ein komplettes Entwicklungssystem bringt nun mal auch eine Menge Ballast mit. Daher installiere ich Anwendungen die ich nicht so oft benötige gerne mal in einer Virtual Machine. Mit heutigen Rechnern ist das auch gar kein Problem mehr. Ich bemerke keinen Performanceunterschied zwischen dem Haupt-Betriebssystem und der VM und da Männer ja ohnehin nicht Multitaskingfähig sind, kann ich sowieso nur ein OS auf einmal benutzen ![]()
So, jetzt geht’s aber los.
Als erstes solltet ihr natürlich VirtualBox installieren. Dabei gibt es wenig zu beachten, außer vielleicht, dass während der Installation die Netzwerkverbindung unterbrochen wird um einen speziellen Netzwerktreiber zu installieren. Also vor der Installation alle Downloads abschließen.
Jetzt erstellt ihr eine neue Virtuelle Maschine für Ubuntu. Ich installiere eigentlich immer die 64Bit Version. Das geht auch, wenn euer Prozessor 64Bit unterstützt, ihr aber ein 32Bit Host Betriebssystem (z.B. Windows XP) habt.
Mit 1024 MB Hauptspeicher solltet ihr erst mal ein gutes Stück weit kommen. Wenn ihr doch mehr benötigt, könnt ihr den Speicher später immer noch erhöhen.
Jetzt erzeugt eine Virtuelle Festplatte. Da wir ein wachsendes Medium erstellen, kann der Platz ruhig großzügig gewählt werden.
Jetzt noch ein mal die Zusammenfassung bestätigen und die VM ist erzeugt.
Als nächstes müsst ihr noch schnell das minimale CD-Image von der Ubuntu-Website herunterladen und in das “Laufwerk” der VM einlegen.
Jetzt seid ihr bereit die VM das erste mal zu starten. Ich werde jetzt nicht jede einzelne Eingabe beschreiben. Im großen und ganzen werdet ihr ohnehin nur nach euren bevorzugten Einstellungen gefragt.
Damit ist der schwere Teil auch schon geschafft und ihr könnt euch an eurem frisch installierten Ubuntu-System anmelden. Jetzt müssen wir das Ganze nur noch etwas hübsch machen.
Zunächst aktualisieren wir das System und die Paketquellen:
sudo apt-get update && \ sudo apt-get upgrade
Jetzt installieren wir den X-Server, Gnome, eine Paketverwaltung und ein paar Systemabhängigkeiten für die VirtualBox Guest Additions:
sudo apt-get install xorg xfs gnome-core gdm synaptic dkms build-essential linux-headers-generic
Als nächstes können wir den X-Server konfigurieren und Gnome starten:
sudo dpkg-reconfigure xserver-xorg && \ sudo /etc/init.d/gdm start
Beim ersten Start von Gnome werdet ihr wahrscheinlich die folgende Fehlermeldung erhalten. Diese könnt ihr einfach mit löschen bestätigen. Es handelt sich dabei um ein Applet, das in der Minimalinstallation nicht installiert wird, aber in der Default-Config verwendet wird.
Nun können wir die VirtualBox Guest Additions installieren und danach endlich per Copy&Paste mit der VM arbeiten ![]()
Jetzt ist übrigens ein guter Zeitpunkt die VM über das Gnome Systemmenü herunterzufahren und im VirtualBox Manager einen Sicherungspunkt anzulegen, falls ihr die folgende Installation anpassen wollt.
Beim Neustart erwartet euch schon die bekannte GDM Anmeldemaske.
Sollte sich beim Vergrößern und Verkleinern des VM-Fensters die X-Auflösung (also der Fensterinhalt) nicht automatisch anpassen, war die VirtualBox Guest Additions Installation nicht erfolgreich, wie es gerade auch bei mir der Fall ist ![]()
Dieses Problem lässt sich durch eine manuelle Installation der Additions schnell beheben.
Öffnet dazu zunächst ein neues Terminalfenster (Anwendungen > Zubehör > Terminal) und wechselt auf die noch gemountete (eingelegte) CD mit den Guest Additions
cd /media/VBOXADDITIONS_4.0.4_70112
Der genau Pfad kann bei eurer Installation natürlich abweichen. Tab Completion FTW!
Führt jetzt den Installer aus.
sudo ./VBoxLinuxAdditions.run
Nach der Installation könnt ihr das Terminalfenster schließen und müsst noch mal über das Systemmenü neu starten.
So, damit sind wir am Ende der Basisinstallation angelangt. Im nächsten Teil werden wir einige zusätzliche Schriftarten und den Compiz-Window-Manager sowie ein paar unverzichtbare Programme installieren.
Für Anmerkungen, Vorschläge, Ideen, Hinweise oder auch einfach nur Kommentare bin ich natürlich immer dankbar!
Stay tuned und bis in Kürze,
Sascha
Mit Windows 7 gibts auch so ein geniales Feature, dass man von einer VHD (Virtual PC Virtual Harddisk) direkt booten kann, ohne dass das Hostsystem hochgefahren werden muss. Werd ich irgendwann man testen zu Hause.
Virtual PC gibt’s aber nur in der Professional Version, oder?
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